- -

Montag, 26. Juni 2017

Rätikon - Baluga (7a)

Auf dem Weg zum Einstieg der Miss Partnun läuft man an der Sulzfluh Ostwand, bzw. genauer, der Gamstrittplatte vorbei. Dort gibt's einerseits besten Wasserrillenfels, welcher nur so zum Klettern einlädt. Andererseits steht da auch ein kecker Felszahn, welcher zur Erklimmung lockt. "Da richte ich eine Route ein" war der Gedanke, der mir bei diesem Anblick durch den Kopf schoss. Genaueres Hinsehen zeigte dann, dass bereits anno 1998 jemand auf diese Idee gekommen war. Die Gebrüder Scherrer erschlossen mit ihrer Route Beluga ziemlich genau jene Linie, welche ich mir bereits ausgemalt hatte. So schien es mir attraktiv, Gebiet und Route im Rahmen von einem Familienausflug zu besuchen. Ohne dass mein Vater uns begleitet hätte, wäre dies so nicht möglich gewesen - vielen herzlichen Dank dafür.

Die Gamstrittplatte an der Sulzfluh lockt mit ihrem kühnen Felszahn und den prima Rätikonplatten zum Klettern ein.
Vom Parkplatz P6 bei Äbi bis zum Einstieg auf 2170m sind rund 550hm zu bewältigen, dies schien mir für die Kinder ein zu bewältigendes Pensum zu sein. Um etwas Kraft zu sparen und bequemer laufen zu können, benützten wir ab Partnun anstelle vom etwas direkter verlaufenden Wanderweg die Güterstrasse. Das ging eigentlich tiptop, die wunderschöne Blumenpracht der Magerwiesen links und rechts begleitete unseren Aufstieg. Allerdings heizte auch die Sonne schon ganz schön ein, so dass zum Schluss doch noch die Frage "ist es noch weit?" aus einem Kindermund zu vernehmen war. Mit ein paar Erklärungen, wie ein solcher Aufstieg Beine, Herz und Lunge stärkt und was für welche Vorteile das mit sich bringt, war das Zwischentief schnell vergessen und schon bald darauf waren wir am Fuss der Gamstrittplatte angelangt. 

Wunderbare Blumenpracht im Aufstieg zur Wand!
Hier wollten wir nun zuerst mit den Kindern die einfachste Route, nämlich die Rägätanz (3 SL, 5b) klettern. Das gelang soweit bestens, es wartet silbergrauer Rätikonfels von allerbester Qualität. Ich muss jedoch gestehen, dass ich den Routenverlauf jetzt nicht unbedingt sonderlich logisch fand. Da hätte sich auch eine direktere Linie finden lassen, die auch nicht schwieriger gewesen wäre. Wissen muss man ebenfalls, dass die Absicherung nach Plaisirbewertung höchstens Stufe "soso" erreicht. Es stecken zwar hier und da einige Bohrhaken und an den Schlüsselstellen geht's gerade noch so. Aber gerade im etwas einfacheren Gelände sind die Abstände viel zu weit. Wer da den unteren fünften Schwierigkeitsgrad nicht absolut sicher beherrscht, bringt sich in ernsthafte Gefahr. Da sind dann Stürze von über 20m in gestuftem Gelände möglich - de fakto eine lebensgefährliche Sache. Ein Ergänzen mit mobilen Sicherungen ist aufgrund der Felsstruktur kaum möglich. Nun denn, für mich war das "no big deal", aber wenn ich dran denke, dass hier meine Kinder oder sonst weniger Erfahrene vorsteigen wollten, no way! Somit kann ich die Route eigentlich nur für Kletterer weiterempfehlen, welche aufgrund von Niveau und Länge sowieso kein Interesse daran haben.

Dank 2x60m-Seilen waren wir in 2 Manövern zügig wieder am Einstieg. Das Ausqueren zum Sulzfluhweg und der Abstieg über den Gamstritt würde bestimmt länger dauern, zumal die Querung jetzt nicht gänzlich trivial aussieht und durch Absturzgelände führt (de visu ca. T5/T6). Während sich die Kinder nach einer Trink- und Esspause mit dem Grossvater schon einmal Richtung Partnunsee aufmachten, stiegen Kathrin und ich unverzüglich in die Beluga (5 SL, 7a) ein. Die Route (nicht angeschrieben) beginnt unmittelbar rechts der markanten Verschneidung und ist aufgrund der Mammut-Longlife-Bohrhaken gut zu erkennen.

L1, 30m, 6b: Der Fels sieht ganz schön aus, entpuppt sich aber bald als relativ glatt und nicht ganz so strukturiert, wie man vom Rätikon sonst gewohnt ist. Da wartet schon nach dem zweiten Bolt eine ziemlich heftige und zwingende Einzelstelle, uff. Doch mir gelingt der Umstieg vom Plaisir- in den Sportmodus. Der zweite Teil dann etwas einfacher.

Schöne Plattenkletterei in L1 (6b), der Fels weist hier aber einen Tick weniger Reibung auf wie im  Rätikon gewohnt. 
L2, 50m, 6c: Eine schöne und lange Seillänge, auch wenn der Fels in der ersten Hälfte leider etwas staubig ist. Schon bald nach dem Stand kommt eine athletische Passage an einer rissähnlichen Struktur mit ein paar runden Löchern. Was erst nach einer kühnen Sache aussieht, entpuppt sich dank einer total verwaschenen und damit gut getarnten, fixen Sanduhrschlinge doch als machbar. Anstatt dort selber eine zuverlässige Schlinge reinzufummeln, passt unmittelbar darunter der Camalot 0.75 perfekt in den Riss. Nach dieser Stelle wartet schöne Kletterei im 6ab-Bereich. Die Absicherung ist teils ziemlich inhomogen, einmal hat's 2 Bolts auf 1m, zum Stand hin wartet dann aber wieder ein 7m-Runout.

L3, 50m, 6b: Gleich über den ersten Bolt hinweg wartet wiederum eine heftige Platten-Einzelstelle. Mich dünkte das ehrlich gesagt die schwierigste Kletterstelle der ganzen Route und ich war kurz vor dem Rauskippen. Ob ich etwas übersehen habe?!? Ich glaube eher nein, aber wer weiss. Ebenfalls bin ich nicht sicher, ob man diese Stelle A0 bewältigen könnte. Auch hier vermute ich eher nein, die Absicherung an dieser Stelle ist aber gut. Der weitere Verlauf der Seillänge ist dann von den Schwierigkeiten her leichter verdaulich, allerdings wird der Fels doch reichlich splittrig und erfordert Erfahrung in solchem Gelände, ansonsten tritt man mit einem Griff in der Hand den Weg in die Tiefe an. Zuletzt dann noch eine witzige Stelle in einer Art Kamin/Verschneidung.

Kathrin steigt aus der witzigen Verschneidung am Ende von L3 (6b) aus.
L4, 20m, 6c: Nun geht's links hinaus in die steile Wand. Leider steckt der erste Bolt drüben 1m zu tief, so dass man beim Startboulder seinem Geläuf zuliebe besser nicht stürzen sollte. Für 6c ist die Stelle jedoch sehr leichtverdaulich. Nachher folgt eine kurze, steile Verschneidung, wo zwingend eine mobile Sicherung zu platzieren ist. Zum Zeitpunkt unserer Begehung war eine Knotenschlinge vor Ort, ideal liessen sich auch noch ein Rock Nr. 5 (d.h. mittlerer Klemmkeil) und ein Camalot 0.4 platzieren. Der Move links ums Eck ist an sich nicht schwierig (ca. 6a+), aber wenn die mobilen Sicherungen versagten, so wäre ein Sturz von 10m aufs flache Gelände darunter lebensgefährlich. Ironischerweise stecken drüben in der 5c-Wandkletterei zum Stand hin dann wieder zwei Bohrhaken in sehr kurzem Abstand, da wäre der eine woanders eher besser investiert gewesen.

L5, 20m, 7a: Zum Schluss wartet noch die nominelle Cruxlänge. Die ersten Meter vom Stand weg entpuppen sich als problemlos. Die Schlüsselpassage besteht aus einer relativ kurzen, senkrechten Wandstelle. Auch hier stecken wieder 2 Bolts im 1m-Abstand. Schade ist der obere nicht 1-1.5m höher, so dass man ihn von den letzten, passablen Griffen klippen kann. So ist die 7a dann zwingend zu meistern und der folgende, diffizile Mantle 2m über dem Bolt (Fuss auf Kopfhöhe platzieren und an einem Seitgriff aufrichten) fühlt sich bereits ziemlich psycho an - das ist jetzt nicht unbedingt gefährlich, hat aber das Potenzial für einen ungeschmeidigen Abgang. Dann sind es nur noch wenige Meter bis zum Top auf dem Ostgrat der Sulzfluh. Zum Nachsteigen ist die Schlüsselstelle dann auch etwas unangenehm, da ein ziemlicher Pendler nach links droht.

Bildunterschrift hinzufügen
Somit war das Top erreicht, der Onsight-Gesamtdurchstieg war mir gelungen :-) Auch von hier könnte man zu Fuss absteigen, aber genau wie beim Rägätanz, das sieht weder so richtig einfach noch so richtig kurz und schnell aus. Deshalb hatten wir umgehend das Seil eingefädelt. Eine erste kurze Etappe führt einen zum Stand nach L4. Ab hier geht's direkt an den Stand nach L2. Im Topo der Erstbegeher ist diese Abseilstrecke als 50m beschrieben, im Panico-Führer steht hingegen 60m! Nun denn, mit neueren, noch nicht geschrumpften 50m-Seilen dürfte es inklusive der Seildehnung gerade reichen. Aber die 60er-Stricke mitzubringen macht schon Sinn, denn mit diesen reicht es vom Stand nach L2 gerade so knapp auf den Boden. Da hiess es dann, rasch in die Schuhe schlüpfen und ab dem Rest der Familie hinterher. Dank einem Surf in der Geröllreisse unterhalb der Wand ist man im Nu am See unten (dieser Weg nach Partnun ist bestimmt schneller und bequemer wie der markierte Wanderweg). Nebst einer Einkehr im Gasthaus wartete noch der Trottinett-Downhill nach St. Antönien - das sind 6km und Big Fun, sowohl für Klein wie Gross, was den gelungenen Tag noch famos abrundete.

Die 5 CHF für den Trottinett-Downhill sind wirklich gut investiertes Geld :-)
Facts

Sulzfluh Ostwand - Baluga 7a (6c obl.) - 5 SL, 200m - A. & T. Scherrer 1998 - **;xxx
Material: 2x60m-Seile, 10 Express, mittlere Keile, Camalots 0.3-0.75

Eine durchaus interessante Route, welche unmittelbar beim Gamstritt auf einen kecken Felszahn im Ostgrat der Sulzfluh führt. Die Kletterei ist abwechslungsreich und vermag den alpin orientierten Sportkletterer, welcher sich an exklusiven Zielen erfreut, durchaus zu befriedigen. Die relative Kürze der Route (im Vergleich zu Anfahrt und Zustieg) vermag aber vermutlich doch nicht allzu viele Besucher anzulocken. Leichte Einschränkungen muss man auch in Bezug auf die Felsqualität machen - es handelt sich leider nicht durchgehend um Material der Güteklasse Rätikon Premier Cru. Erst ist das Gestein ein bisschen glatt und teils staubig, dann auch mal etwas splittrig. Insgesamt aber doch meist solide und für Alpinkletterer mit etwas Erfahrung durchaus lohnend zu beklettern. Insgesamt reicht's aber doch nur für 2 Sterne. Die Absicherung mit rostfreien Mammut Longlife und einigen verzinkten Haken (welche noch gut im Schuss sind) darf man als gut (xxx) bezeichnen. Sie wirkt etwas inhomogen: während einige Passagen mit engen Hakenabständen versehen sind, wo es nicht einmal unbedingt nötig scheint, fällt die Absicherung an anderen Stellen dann doch plötzlich recht fordernd aus. Am Beginn von L4 ist zwingend eine mobile Sicherung anzubringen, dort sind mittlere Keile oder kleine Cams einfach, offensichtlich und solide zu platzieren. Ansonsten muss und kann man nicht allzu viel dazulegen.

Am Partnunsee, mit Blick auf die Wiss Platte und die Schijenflue mit ihrer berühmten Westverschneidung.
Topo

An dieser Stelle ist das Topo der Erstbegeher abgebildet. Weitere Informationen zur Route und zum Sektor findet man im Panico-Führer Rätikon Süd (z.B. bei Bächli Bergsport erhältlich) und im SAC-Führer Graubünden, wobei die Angaben zumindest teilweise unstimmig erscheinen (z.B. Erstbegeher und Jahr, auch die Angabe von "altes Material" stimmt so nicht). In Bezug auf die angegebenen Schwierigkeiten fand ich wie im Text erwähnt L1 und L3 schwieriger, sowie L4 und L5 einfacher als erwartet. Ich hätte jetzt gesagt, dass sich die ganze Route so im Bereich 6b+ bis 6c+ abspielt. Aber wie das halt so ist, manchmal erwischt man eine Passage gut und sie liegt einem, oder dann gerade umgekehrt - so will ich meine Empfindungen jetzt nicht zwingend zur Allgemein gültigen Wahrheit hochstilisieren.

Topo der Erstbegeher von Baluga.

Dienstag, 20. Juni 2017

Eldorado - Metal Hurlant (6b)

Terminkalender und Wetter erlaubten einen MSL-Klettertag. Die kurzfristige Partnersuche gestaltete sich da schon schwieriger. Schliesslich stand zwar ein motivierter Mitstreiter zur Verfügung, welcher aber in Mitleidenschaft gezogene Finger aufwies, so dass der Schwierigkeitsgrad entsprechend nach unten angepasst werden musste. Wenn's darum geht, in tiefen Graden trotzdem noch einen interessanten Challenge zu finden, so sind Granitklettereien allgemein und das Eldorado im Speziellen immer eine gute Wahl. So ging's los in Richtung Grimselpass und schliesslich in die Metal Hurlant. Früher war die Route wegen ihrer weiten Sicherungsabstände berüchtigt, steckten doch in den 15 SL nur gerade 17 fixe Zwischensicherungen. Auch heute liest man zwar auf dem Netz weiterhin, die Route sei schlecht gesichert. Doch nachdem in mehreren Aktionen zusätzliche Bolts hinzugefügt wurden stecken inzwischen 83 fixe Zwischensicherungen, so dass man mit Fug und Recht von einer Genusskletterei (die jedoch nicht ohne gewissen Anspruch bleibt) schreiben darf.

Die Sicht von der Spitellamm-Staumauer auf den Grimselsee. Der Zustieg verläuft in auf und ab diesem entlang.
Der Weg führt durch eine geschützte Moorlandschaft von herber Schönheit. Die Bäume, die Ausblicke, die Fauna, schön!
Unsere Tour begann um 9.35 Uhr beim Grimsel Hospiz. Wie gehabt ging's über die Staumauer, den Stollen beim Marée und dann dem beinahe leeren Stausee entlang. Es bleibt genügend Zeit, um darüber zu sinnieren, wie lange wir am Eldorado noch dem Klettersport frönen können. Denn schliesslich gibt's ja das Projekt mit der Vergrösserung der Grimsel-Stauseen, um welches schon lange gekämpft wird. Erst kürzlich hatte das Schweizer Bundesgericht die Interpretation der Schutzgebiete zu Gunsten der Kraftwerke Oberhasli ausgelegt (siehe 1,2). Wahrscheinlich wird aber, insbesondere mit der aktuellen Umstrukturierung im Energiemarkt, noch viel Wasser die Aare runterfliessen, bis es zu einer Realisierung kommt. Und selbst wenn: geplant ist eine Anhebung des maximalen Seespiegels um 23m - auf der Karte sehe ich überall mindestens eine Höhenkurve (d.h. 20m) zwischen dem aktuell maximalen Seelevel und den Eldorado-Felsen. Somit dürfte das Klettergebiet also hoffentlich sowieso unbehelligt bleiben. Um 10.50 Uhr hatten wir den Einstieg erreicht, welcher fett in roter Farbe mit "METAL" angeschrieben ist. Wir entschlossen uns dafür, ohne Gepäck zu klettern und danach über die Route Hirnriss abzuseilen. So gönnten wir uns noch einen ausgiebigen Vesper, bevor ich um etwa 11.15 Uhr in die erste Seillänge startete.

Unzweifelhaft, hier geht's los!
Der Bolt am Einstieg ist schon verräterisch: in der Route steckt nach diversen Hakenplatzierungs-Aktionen ein Sammelsurium von Bohrhaken verschiedenen Typs. Die meisten davon leider für den Fels ungeeignet. Vielfach gibt's, so wie hier, die für die Remy-Brüder typische Kombination von verzinkten Einschlagankern und rostfreien Plättli, was zu galvanischer Korrosion führt. An den schwierigsten Kletterstellen stecken sogar noch die kolossal rostigen Kronenbohrhaken von 1982. 
L1 (4c, 5 BH) / L2 (5c, 6 BH) / L3 (6a+, 7 BH): In den ersten drei Seillängen wartet Low Angle Friction Climbing, sprich (mehr oder weniger) pure Reibungskletterei. Vor allem zu Beginn ist der Fels ziemlich glatt, je höher man kommt, desto besser wird es in dieser Hinsicht. Während man L1 noch beinahe hochspazieren kann, muss man auf L2 schon genauer hinschauen, in L3 will dann in der Crux schon sorgfältig angetreten werden. Alle diese 3 Längen sind mit BH gut abgesichert und etwas gesucht - über grasig-einfache Zonen könnte man deutlich schneller und einfacher an den dritten Stand gelangen.

Die ersten 3 Seillängen bieten ziemlich glattes Parkett mit Reibungskletterei pur. Hier in L3 (6a+) bereits recht fordernd.
L4 (6a, 5 BH): Querung nach rechts, erst einfach, dann einer Untergriffschuppe entlang, wenig über einem Band. Obwohl gut gesichert, könnte man sich hier mit einem Sturz zur Unzeit auch wehtun. Dann erreicht man rechtshaltend ein grösseres Verschneidungs-/Risssystem, welches über gut zwei Seillängen verfolgt wird. Hier sind abseits der Hauptschwierigkeiten auch einige mobile Sicherungen zu platzieren (gut möglich). Das Finish gegen den Stand hin dann wieder etwas steiler. Hier fehlt(e) beim letzten BH Plättli und Mutter. Mit einem Cam etwas darunter und dem Mut vorwärts zu steigen geht's auch gut ohne.

Die schöne Verschneidung von L4 (6a). An der Stelle, wo sich der Kletterer befindet, fehlt beim letzten BH das Plättli.
L5 (6a, 4 BH): Der Start, bzw. die Crux gleich knifflig mit einigen Klemmern an einem schönen Splitter Crack. Damit man nicht in den Stand fällt, sind hier trotz dem steckenden BH noch mobile Sicherungen sinnvoll (kleine Cams oder alternativ Keile). Der Mittelteil dieser Länge dann gemütlich und einfacher, das Finish dann wieder etwas steiler, aber auch nicht mehr sonderlich fordernd - alles gut mit BH abgesichert.

L6 (6a+, 8 BH): Die Hauptschwierigkeiten warten im ersten Teil und sind wieder eher plattiger Natur. Es steckt ein alter, durchgerosteter Kronenbohrhaken und da weiss man gleich, was es geschlagen hat: an dieser Stelle fanden die Remy-Brüder schon 1982 eine gebohrte Sicherung für notwendig und wendeten die 30 Minuten für die Handbohrarbeit auf, also muss es ziemlich schwierig sein. Es sind zwei, drei Moves mit ein paar kleinen Seitenkäntchen für die Hände, die Füsse auf Reibung. Die Querung nach links hin zur v-förmigen Kaminverschneidung ist dann einfacher - wobei man es sich zum Stand hin auch schwerer wie nötig machen kann. Inzwischen ebenfalls alles gut geboltet.

Die coole Sequenz am Ende von L6 (6a+) - man finde die richtige Beta!
L7 (6b, 5 BH): Das ist die "Signature Pitch" der Metal Hurlant, also die charakteristischste Länge. Der v-förmige Schlitz sieht sowohl von Weitem wie auch vom Stand gleich unterhalb ziemlich respekteinflössend aus. Klettern tut es sich schliesslich doch einfacher wie befürchtet. Nach einem Bolt nach wenigen Metern folgt ein ca. 15m langes, anhaltend schweres Stück, welches komplett selber abgesichert werden will. Es gibt bestimmt unzählige Techniken, diese Stelle zu bewältigen. Im Vorstieg am angenehmsten ist wohl "straight in", d.h. Jammen mit den Händen, die Füsse im Riss. Wer hier gut absichern will (mit Abständen ähnlich wie auf den Platten), braucht wegen der nahezu konstanten Rissbreite den Camalot 0.75 in etwa 5-facher Ausführung. Doch wer hat das schon? Ich schaffte es unterwegs je 1x, den 0.5er und den 1er zuverlässig zu setzen und zurückzulassen, den 0.75er habe ich einfach vor mir her geschoben. Diese Technik wäre noch deutlich sicherer bzw. angenehmer zu gestalten, wenn man einen zweiten Camalot 0.75 dabei hätte. Schliesslich steilt sich die Verschneidung etwas auf, es folgen zwei (nicht wirklich nötige) Bolts und man muss zwingend über eine kurze Reibungsstelle 5m horizontal nach rechts ans nächste Verschneidungssystem klettern. Dort folgen nochmals schöne, relaxte Kletterei, zwei 2 Bolts und schliesslich der Stand.

Der v-förmige Kaminschlitz von L7 (6b) lässt sich auch in Kamintechnik mit dem Rücken an der Hauptwand bewältigen. Und ich muss zugeben, es sah ziemlich entspannt und lässig aus. Im Vorstieg ist's jedoch aufgrund von Seilverlauf und Absicherung sicherlich angenehmer, den Riss im Verschneidungsgrund "straight in" anzupacken.
Die letzten 15m in L7 (6b) bieten genussreiche Verschneidungskletterei. Das ist Granitklettern par Excellence!
L8 (6a+, 5 BH): Die Route quert nun markant nach rechts, gerade hinauf (Verhauer-NH vorhanden) wäre man dann komplett falsch unterwegs! In der Querung eine ziemlich fordernde Reibungsstelle, oder habe ich mich einfach blöd angestellt?!? Vermutlich nein, Eldorado-6a+ auf Reibung ist einfach nicht geschenkt. Nachher geht's dann einfacher einem Verschneidungs-/Risssystem entlang aufwärts. Hier ist die eine oder andere mobile Sicherung ebenfalls noch dienlich, es stecken jedoch auch Bolts.

Die schwierige Reibungsstelle in der Querung zu Beginn von L8 (6a+) ist gemeistert, es folgen genussvolle Moves!
L9 (6b, 8 BH): Früher betrachtete man diese Seillänge als die Crux. Das liegt wohl vor allem daran, dass hier original nur gerade 2 BH steckten und man kaum zusätzlich legen kann. So war die Sache bestimmt ziemlich mental. Nun jedoch, mit komfortabler Absicherung, fand ich es eigentlich gar nicht so schwierig. Will heissen, dass ich die Reibungsstellen in L3, L5 und L8 eher fordernder fand. Auch hier ist die Herausforderung plattiger Natur, wobei man erst noch einer Verschneidung folgt, welche nach links in die Wand hinaus verlassen wird. An den schwierigsten Stellen ist's dann etwas steiler als auch schon, man hält immer kleine Grifflein in der Hand und alles geht eigentlich schön auf.

L10 (5a, 4 BH) / L11 (5c, 5 BH) / L12 (5c, 5 BH) / L13(5a, 5 BH): Mit L9 sind die Hauptschwierigkeiten der Route vorbei. Es folgen nun folgen 4 Seillängen mit einfacherer Plattenkletterei, welche rasch erledigt sind. Die Absicherung ist durchwegs gut, auch wenn aufgrund der Felsstruktur die BH von weitem nicht immer so einfach zu erkennen sind.

Impressionen aus dem oberen Routenteil, das ist der Anfang von L11 (5c).

Impressionen aus dem oberen Routenteil. Hinten grüsst bereits das Finsteraarhorn (4273m).

Impressionen aus dem oberen Routenteil. Die Hochgebirgslandschaft, in welcher man klettert, ist einfach fantastisch!
L14 (5c, 6 BH) / L15 (4c, 5 BH): Die charakteristischste Stelle in diesem obersten Routenteil ist die Verschneidung mit zwei Aufschwüngen am Anfang von L14. Von unten schwer einzuschätzen, entpuppen sich diese als problemlos. Die Schwierigkeiten jener Länge liegen sogar mehr in der plattigen Querung nach links zum Stand hinaus. Die letzte Länge beginnt problemlos mit gemütlicher, geneigter Kletterei. Das Finish dann ziemlich gesucht am (umgehbaren) Aufschwung mit 2 Bolts gesichert, diese Stelle ist wohl eher mit 5c anstatt mit 4c zu bewerten.

In der Verschneidung von L14 (5c), einfacher wie man denken könnte.

Die Crux in L14 (5c) liegt sogar eher in den plattigen Moves an deren Ende.
Um 16.45 Uhr nach rund 5.5 Stunden Kletterei und somit einem Schnitt von gut 20 Minuten pro Seillänge hatten wir das Top erreicht. Mir war eine komplette Onsight-Begehung gelungen und somit habe ich nun bereits 3x den Eldorado-Dom durchgehend im Vorstieg erklettert (via Motörhead, Septumania und Metal Hurlant), ohne dass ich das Seil "je gebraucht hätte". Oder vielleicht etwas drastischer formuliert, theoretisch hätte ich auch die Free Solo Begehungen überlebt. Dass dieser Gedanke natürlich nur in der Theorie funktioniert, dürfte allgemein bekannt sein - die schwersten Reibungsstellen sind hier im 6a+/6b-Bereich und fühlen sich für mich eigentlich direkt an der Grenze zum Abrutschen an. Kaum vorstellbar, so etwas ohne Seil zu klettern! Naja, ist ja auch nicht nötig. Aus Gründen der späteren Nachvollziehbarkeit sei hier noch erwähnt, dass uns solche Gedanken in erster Linie wegen dem unmittelbar vor unserer Tour erfolgten Free Solo im Freerider von Alex Honnold durch den Kopf gehen.

On top! Hinten Finsteraar-, Lauteraar- und Schreckhorn. Yours truly bereits am Seil präparieren beim Beginn der Abseilpiste.
Als wir am Top ankommen, macht sich ein Paar aus Holland gerade an den Fussabstieg. Wir halten uns auch nicht lange auf, wechseln hinüber zum Ausstieg von Motörhead bzw. Hirnriss (der erste Abseilstand ist bestens sichtbar) und wollen die beiden als Referenz für einen Zeitvergleich von Abseilen vs. Fussabstieg benutzen. Die Abseilfahrt, es sind 11 Manöver à 30-50m, immer direkt nach unten an mit Seilstücken und je 2 Maillons ausgerüsteten Ständen, verläuft +/- reibungslos. Mit Effizienz dauert es keine Stunde, bis wir wieder den festen Boden betreten, ein kurzer Barfuss-Abstieg bringt uns retour zu den Säcken. Wir gönnen uns nochmals eine ausgiebige Pause mit Genuss von Sandwich und Getränk in der Abendsonne, bevor wir dem Hospiz entgegenlaufen. Auf etwa der Hälfte des Weges holen wir die beiden Holländer ein, welche über durchtriefte Schuhe klagen, welche sie sich auf dem sumpfig-schlammigen Abstieg geholt hätten. Mit dem Weitergeben von meinem Local Knowledge über die Kletterrouten im Berner Oberland verläuft der restliche Weg im Nu, um etwa 19.45 sind wir zurück am Hospiz. Das war jetzt ein richtig toller Klettertag, der Weg ans Eldorado lohnt sich eben immer und immer wieder!

Eigentlich ist der halbleere See ja gar keine echte Naturlandschaft. Die Mäander im hinteren Teil sind trotzdem spannend.

Welch ein Klettertag!

Facts

Eldorado - Metal Hurlant 6b (6a+ obl.) - 15 SL, 550m - C. & Y. Remy 1982 - ****;xxx
Material: 1x bzw. 2x50m-Seile, 10 Express, Camalots 0.3-1, Grösse 0.75 doppelt, Keile nicht nötig

Toller Eldorado-Klassiker, dessen Hauptteil sich neben ein paar plattigen Einstiegs- und Ausstiegslängen an einigen Verschneidungs-/Risssystemen im mittleren Routenteil abspielt. Am charakteristischsten ist ganz klar die Respekt einflössende v-förmige Kaminverschneidung von L7 (6b), welche auch noch teilweise selber abgesichert werden muss. Doch schliesslich geht doch alles einfacher, wie man aus der Ferne meinen könnte. Während die Route früher für ihre kühne Absicherung berüchtigt war, darf man sie heute ohne Weiteres als gut abgesichert bezeichnen. Aufgrund der verschiedenen Hakentypen lässt sich vermuten, dass nach der Erstbegehung 3x zusätzliche Bohrhaken angebracht wurden. Dies führt zur leicht absurden Regel, dass "je schwerer die Kletterstelle, desto schlechter das Hakenmaterial", weil bei diesen "Sanierungen" das bereits steckende Material nicht ersetzt wurde. Teils stecken also noch arg korrodierte Kronenbohrhaken, teils sind's die für die Brüder typischen verzinkten Anker mit Inox-Laschen, wo der Rost auch zu nagen beginnt. Nachdem man auf den Platten ja auch im schlimmsten Fall nicht gewaltig harte Stürze hinlegt, wird's aber wohl schon halten. Mobile Sicherungen sind ausser in L7 eigentlich nur noch an ein paar vereinzelten Stellen zu platzieren. Hier reicht ein Set Camalots von 0.3-1 aus. Wie bereits erwähnt ist's in L7 hilfreich, den Camalot 0.75 in doppelter Ausführung dabei zu haben. Das beste Topo zur Route befindet sich im Schweiz Plaisir West, auch wenn es in Bezug auf die eingezeichneten Sicherungspunkte nicht mehr aktuell ist.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Biwakieren (und mehr...) auf dem Rhonegletscher

Ein lange gehegter Plan, ein Biwak mit den Kindern in den Bergen im Schnee. So richtiges Hardship war der Familie natürlich nicht zuzumuten, somit sollten Verhältnisse, Temperaturen und Zustieg im erträglichen Rahmen liegen. Die richtige Zeit für ein solches Unterfangen war also eindeutig der Vorsommer, nach Öffnung der Passstrassen. Tatsächlich hielt nun eines der zwei, drei Weekends vor dem Ausapern der Gletscher perfektes Sommerwetter bereit. Den Rhonegletscher hatte ich als das richtige Ziel erkoren, also los!

Blick auf den Rhonegletscher vom Belvédère.
Jede Expedition beginnt mit einer ziemlich grossen Materialschlacht, nicht anders hier. Campingmaterial für 4 Personen, Skiausrüstung für ebenso viele, die Kletterausrüstung fürs Vergnügen und dazu noch ein paar Plüschtiere, denen man ja schliesslich auch ein Erlebnis bieten muss. Die erste Herausforderung bestand bereits darin, alles ins Auto verpackt zu kriegen. Mit einem Tetris-ähnlichem Vorgehen fand schliesslich alles im Kofferraum Platz und gelangte zum Belvédère am Furkapass. Nun galt es jedoch, diese riesige Fuhre zum Bestimmungsort zu transportieren. Dies notabene bei nur zwei Trägern und zwei Personen mit leichtem Gepäck. Dank den Kinderschlitten, welche zum Materialtransport zweckentfremdet wurden, gelang dies schliesslich ganz ordentlich. Nichtdestotrotz, bei der ersten geeigneten Stelle (und damit etwas tiefer wie daheim geplant) waren wir dann trotzdem froh, als wir das Camp aufschlagen konnten. Fachmännisch wurde der Platz ausgeebnet, Mauern um die Zelte gebaut und alles festgezurrt – natürlich mehr aus Spass an der Sache denn aus purer Notwendigkeit.

Der wesentliche Teil vom Material, das wir mitgenommen haben - noch ohne Futter und Klamotten.

Mit dem ganzen Gerödel mitten durch den Touristenrummel am Belvédère. Man kann sich ja leicht vorstellen, wie wir dabei beäugt wurden ;-)
Wir konnten lange von der Abendsonne und damit auch sehr angenehmen Temperaturen profitieren. Schliesslich legten wir uns aufs Ohr mit dem Plan, dass ich mich frühmorgens aus dem Zelt stehlen würde und auf Skitour ginge. Derweil könnte die Familie ausschlafen, ich würde dann mit dem Ankommen der Sonne am Zelt zum Zmorge wieder zurück sein. Dieser Plan wurde auf den Kopf gestellt, weil ich nicht der einzige der Familie war, der um 4.30 Uhr das ganz dringende Bedürfnis verspürte, auf Skitour zu gehen. Eine Diskussion war zwecklos, der Plan wurde spontan geändert und wir brachen gemeinsam auf. Zwischendurch und an allen steileren Stellen zwingend mussten die Kinder zu Fuss gehen (was dank dem kompakten Schnee mühelos war), im flacheren Gelände durften sie hingegen in Seilschaft "Skilift fahren". Mein ursprünglicher Plan, die mir noch fehlenden 3000er im hinteren Becken des Rhonegletschers einzusammeln, war in dieser Konfiguration natürlich Makulatur. Als neues Ziel wurde daher der Limistock (3189m) erkoren, welcher das am einfachsten erreichbare Gipfelziel im Gebiet des Rhonegletschers darstellt. Doch auch bis dahin waren es rund 8 Kilometer Distanz und 1000 Höhenmeter, so dass einiges an Durchhaltewillen erforderlich war. Doch etwas vor 8.00 Uhr hatten wir es geschafft! Was für ein tolles Gipfelerlebnis!

Jetzt heisst es Schaufeln. Der Rhonegletscher ist an dieser Stelle übrigens spaltenfrei, ich habe viele Fotos geprüft und zur Sicherheit die Gegend weitherum sondiert. Der seilfreie Aufenthalt an dieser Stelle ist also problemlos zu verantworten.

Schon fast alles parat!
Die Abfahrt im oberen Bereich war dann wirklich super. Der Schnee war schön glatt, tragend und gerade ein bisschen aufgesulzt. Dazu die beinahe unendlich breite Piste, alles nur für uns. Genauso wie wir es diesen Winter so oft in den Skigebieten geübt hatten, konnten wir nun als Familie in die Tiefe carven - wie genial! Unterhalb von 2700m glich die Oberfläche des Schnees dann mehr einem Golfball und erforderte etwas Einsatz, zum Schluss musste sogar noch übers blanke Eis gefahren werden. Doch mit Bravour wurden alle Hürden gemeistert und perfekt getimt mit dem Ankommen der Sonne waren wir retour im Basecamp. Nun konnten wir ausgiebig den Zmorge geniessen - da hatte es sich doch gelohnt, noch etwas mehr an feinen Sachen zu schleppen! Die Kinder brachten den Vorschlag, sie könnten doch einen Jokertag einziehen, d.h. am Montag (mit Bewilligung) die Schule schwänzen, so dass wir noch länger bleiben könnten. Sowas hört der Papa doch gerne, auch wenn es nicht ganz in die Pläne von uns Erwachsenen passte. Gemütlich machten wir  uns daran, alles wieder einzupacken. Nach einer gütlichen Weile war dies erledigt, im Abstieg erwies sich dann unsere Materialschlitten-Strategie erst recht als erhebliche Erleichterung. Nur hinüber zum Parkplatz musste dann nochmals etwas geschleppt werden.

Biwakidylle...

...mit Sicht bis zum Matterhorn. Trotzdem, es ist Zeit für ins Bett.
Doch schliesslich war es noch nicht einmal Mittag und wir konnten zum Après-Skitouring übergehen. Dieses spielt sich bekanntlich nicht in einer Kneipe ab, sondern am steilen Fels. Der Plan war es immer gewesen, am Azalée Beach beim Räterichsbodensee am Grimselpass noch eine MSL-Route zu klettern. Nicht bei allen von uns waren die Kräfte noch im gleichen Ausmass vorhanden. So kam es, dass ich mich schliesslich alleine mit meiner Tochter auf den Weg machte. Dies stellte eine weitere Première dar, hatte sie doch noch nie ganz mit mir alleine eine MSL-Route geklettert. Im Trockenen hatten wir die Abläufe am Stand jedoch ausführlich geübt, das Sichern mit dem Grigri am Fixpunkt war ebenfalls bestens vertraut. Dementsprechend reibungslos lief auch alles ab, wow! Natürlich, eine grosse Route war es (noch) nicht. Wir kletterten die Nils Holgersson (4 SL, 5a), die einige wirklich interessante Passagen bereithält, mitunter eine ausgewaschene Rinne, welche schon beinahe an jene in der Septumania am Eldorado erinnert. Rein von Schwierigkeit und Länge her wäre problemlos auch ein bisschen mehr dringelegen, aber wir wollten den Rest der Familie auch nicht zu lange warten lassen. Und in die Badi wollten wir ja auch noch - ein solcher Frühsommertag mit Skifahren und Klettern ist doch erst nach einem Schwumm und einem Glacé so richtig abgerundet. Klar, in harter alpinistischer Währung gemessen sind meine Taten an diesem Weekend bedeutungslos. Für mich hätte es trotzdem nicht besser sein können - diese gemeinsamen Erlebnisse mit der Familie sind einfach Gold wert. Ich freue mich jetzt schon auf mehr!

Die super Piste im oberen Teil des Rhonegletschers. Links der Bildmitte der Galenstock (3586m).

Auf dem Rückweg, das Biwak ist aufgehoben. Von der Klettertour gibt's leider keine Bilder. Der Akku vom Handy war schon leer und ich konnte auf dem Gletscher leider keine Steckdose finden... ;-) Im Bächli Bergsport gäbe es aber die nötigen Gerätschaften, damit genau dieser Fall nicht eintritt.