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Montag, 25. August 2014

Cansla/Traumpfeiler - Traumschiff (7a)

Schon oft waren wir an diesem Stück Fels vorbeigefahren, welches sich unmittelbar am Kreuzungspunkt der Strassen zum Sella- und Grödnerjoch befindet. Keinesfalls achtlos, irgendwie stand es immer auf dem Plan, hier einmal zu klettern. Rein vom Namen her ist die Sache ja äusserst vielversprechend, andererseits fehlt hier etwas die richtige (alpine) MSL-Atmosphäre. Doch zum Abschluss unserer Dolomitenferien, mit bereits leicht müden Muskeln und Geist, waren wir um die kurze Zufahrt und den kurzen Zugang sehr froh. Dennoch bestand ja die Aussicht, hier auf hohem Niveau noch schönen Fels zu geniessen, und so kam es dann auch.

Die SW-Wand der Meisules della Biesces. Der Traumpfeiler ist nur der untere Teil dieser Wand.
Nachdem es in der Nacht erneut etwas Niederschlag gegeben hatte, verzichteten wir auf einen frühen Start und wollten dem Pfeiler die nötige Zeit zum Abtrocknen geben. Das Streiflicht der Sonne fällt so ab etwa 12.00 Uhr ein, somit konnten wir also bequem das Kinder-Morgenprogramm bestreiten und zogen los, als diese in ihren wohlverdienten Mittagsschlaf fielen. Tja, auch für sie waren diese Ferien von zünftigen Efforts geprägt, was sie für ein (inzwischen unübliches) Nickerchen reif machte. Der Zustieg dauert nur rund 10 Minuten, zuletzt geht es noch steil den schrofigen Vorbau hinauf, der aber durch ein Drahtseil entschärft ist. Der Einstieg ist nicht markiert, das Traumschiff aber unter den zahlreichen Routen dank den roten BH zu identifizieren. Zudem verläuft die erste Länge über die auf der Platte aufliegende Schuppe/Pfeiler. Gerade so um die Mittagszeit konnten wir loslegen.

L1, 25m, 6c: Der schon schöne, aber noch nicht allzu schwere Beginn mit einer (in Retrospekt) gutmütigen Reibungsstelle führt zu einer überhängenden Zone. Hier erst athletisch an Löchern und Töffgriffen, danach folgt der knifflige Ausstieg auf die Platte oberhalb.

Die ersten, angenehmen Sonnenstrahlen empfangen wir zum Ende von L1 (6c). Sie bleibt dann bis spätabends.
L2, 25m, 7a: In den ersten zwei Dritteln extrem schöne Lochkletterei, die nicht allzu schwierig ist (ca. 6b). Am Schluss kommt's dann knüppeldick, die Löcher sind nur noch sloprige Dullen, man muss gescheit antreten und einen weiten Move auf einen bereits etwas abgelutschten Sloper machen. Dies empfand ich als die schwerste Einzelstelle der Route. Leider kletterte ich erst in eine Sackgasse, was mir die komplette Onsightbegehung zunichte machte, schade! Nach kurzer Reconaissance liess ich mich zum letzten Ruhepunkt ab und holte mir immerhin noch eine Rotkreis-Begehung.

Die glatt-sloprige und anspruchsvoll-technische Crux am Ende von L2 (7a).
L3, 25m, 6c: Wir wählten die etwas einfachere Original rechts, links davon gäbe es auch eine 7a-Option. Die Kletterei bzw. Schwierigkeiten in dieser Länge sind affengeil und ziemlich anhaltend, da muss echt über längere Zeit sorgfältig überlegt und hingestanden werden! Und obwohl die Route generell bestens eingebohrt ist, muss hier ein recht schwieriger Aufsteher +/- zwingend gemeistert werden. Daher ist's wohl doch 6b+ obligatorisch.

L4, 25m, 6c+: Die ersten zwei Drittel bieten hier etwas einfachere, aber nach wie vor sehr schöne Lochkletterei (ca. 6a+). Dass in einer steileren Zone danach die Crux kommt ist dann offensichtlich - kurze Rechtsquerung, dann 2x Leisten riegeln, recht mühsam den Fuss auf den hohen Tritt bringen und schliesslich nicht runterfallen, bevor man das nächste, gute Loch gefunden hat!

Super Kletterei und schöner Tiefblick, den man in der schweren Stelle am Ende von L4 (6c+) jedoch kaum wahrnimmt.
L5, 25m, 7a: Gleich aus dem Stand raus muss man schon einmal etwas aufpassen und es wird gar nie richtig einfach, bevor dann schon die Crux kommt. Da musste ich zwar auch einmal kurz plattigst antreten und einen etwas riskanten Move machen, der offensichtliche Zielgriff ist aber auch eindeutig gut. Mich dünkte diese Stelle problemlos und ich fand sie fast weniger fordernd wie die vier Längen davor.

L6, 25m, 6c: Nachdem man endlich ein schön bequemes Grasbödeli als Standplatz hatte, scheint die letzte Länge etwas dolomitisch zu sein. Es kommt zuerst eine steile Zone mit gelbem, etwas splittrig aussehendem Fels. Die Kletterei ist vielleicht nicht mehr ganz so gut wie zuvor, entpuppt sich aber immer noch als sehr schön und gutgriffig an Löchern und Leisten - ein prima Genuss.

Das Top der Route ist erreicht, Strasse und Parkplatz sind nah. Allfälliger Töfflärm ist die Kehrseite.
Um 15.30 Uhr nach 3.5 Stunden Kletterzeit haben wir beide das Top erreicht. Um den Langkofel schleichen schon wieder dunkle Wolken, höchste Zeit für die Abseilfahrt! Obwohl man auch mit einem Einfachseil abseilen könnte, haben wir zum Glück das Doppelseil dabei. Die Seile werden eingefädelt, subito ist man 50m weiter unten und wählt den am nächsten liegenden Stand (einer Nachbarroute). Mit zwei weiteren Manövern sind wir wenige Minuten später zurück am Einstieg. Wir packen unsere Sachen und trotten zum Auto zurück, der Himmel lässt tatsächlich noch ein paar wenige Tropfen fallen. Wir bleiben aber im Wesentlichen trocken und konstatieren, dass dies nun ein sehr schöner und genussreicher Abschluss unserer Dolomitenferien 2014 war!

Das Ferienfazit steht sogar auf der Cola-Flasche drauf :-)
Facts

Cansla/Traumpfeiler - Traumschiff 7a (6b+ obl.) - 6 SL, 150m - Demetz/Vinatzer 1986 - ****; xxxxx
Material: 12 Express, 1x60m oder besser, 2x50m-Seile

Geniale, relativ kurze, aber dafür anhaltende MSL-Kletterei auf traumhaftem, löchrigem Fels. In der wenig gegliederten Wand wähnt man sich schon fast beinahe wie an den Wendenstöcken! Für die vollen fünf Sterne reicht es aber nicht ganz, da es der Route an Länge und Ambiente fehlt. Zudem weist der Fels bereits ein paar Kletterspuren auf, was aber nicht als sonderlich störend empfand. Die Absicherung mit vielen BH ist sehr gut ausgefallen. Sie erfordert keine zusätzlichen Mittel und man kann wirklich voll angreifen. Trotzdem, einige Stellen sind unmittelbar über dem Haken zu meistern, so dass ein gewisses Können unabdingbar ist, um das Top zu erreichen.

Topo

Die Route bzw. der ganze Klettergarten wird in zahlreichen Dolomiten-Kletterführern erwähnt. Auch auf dem Netz findet man einiges und selbst vor Ort hat es einen Aushang, an welchem das komplette Topo des Gebiets vorhanden ist. Ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen, zur Erinnerung meine eigene Version anzufertigen. Es ist auch als PDF verfügbar.


Montag, 18. August 2014

Jegerstöck / Rot Nossen - Rapunzel (6b+)

Nach einer langen 'Durststrecke' von fast 2 Monaten war in der Schweiz endlich wieder einmal ein sonniger und komplett trockener Tag angekündigt. Dieser wollte natürlich für eine tolle Tour genutzt werden. Für mich ergab sich eine Verabredung mit Christoph zum Berg-Triathlon an den Jegerstöck. Dieser sollte aus dem Zustieg, einer steilen Felstour und dem abschliessenden Gleitschirmflug zurück auf den Urnerboden bestehen. Unsere Wahl fiel auf die 14 Seillängen lange Tour Rapunzel, die ursprünglich mit 7+ eingestuft war und heute mit 6b+ bewertet wird. Nach einigen Auftaktlängen über ein paar Aufschwünge hinweg bietet sie eine steil-imposante Linie auf den markanten Felsturm am Rot Nossen. Trotz der optimalen BH-Absicherung handelt es sich um ein ganz tolles und auch sehr eindrückliches Klettererlebnis von beinahe dolomitischem Ausmass.

Unterwegs an die Jegerstöck, die dem Prädikat 'stotzig' auf jeden Fall genügen! Dieses Massiv ist definitiv eine Love or Hate Affair.
Die fast 10km lange Kette der 'Jegerstögg' (wie sie im lokalen Dialekt heisst) hat es nie zu besonders grosser Beliebtheit gebracht. Einige wenige klassische Führen durchziehen sie, die aber wegen der alpinistischen Gesamtanforderung mit komplex-schwierigen Zustiegen und schlechter Absicherung nur sehr selten begangen wurden. Im Zuge der modernen Erschliessung in den 1990er- und 2000er-Jahren herrschte dann grosse Geheimniskrämerei um die Aktivitäten. Die Locals wollten keine auswärtigen Erschliesser in ihrem Revier und verzichteten auf die Weitergabe von Infos über ihre Touren. Die Situation änderte sich mit der erstmaligen Publikation des Gebiets im Führer GLclimbs im Jahr 2009. Ab diesem Zeitpunkt herrschte während 1-2 Sommern etwas mehr Betrieb. Diese Welle ist jedoch bereits wieder verebbt, und auch im neuen Führer Extrem Ost vom Filidor-Verlag bleibt das Gebiet unverständlicherweise aussen vor. Klar, der Zustieg an die Jegerstöck ist immer noch nicht kürzer geworden und in eigentlich jeder der längeren Routen kann man darauf zählen, auch ein paar ruppige Passagen anzutreffen. Dies unterstreicht aber nur das alpine Ambiente dieser Touren und der Erlebniswert wird deswegen auch nicht kleiner. Eines ist sicher, wer sich diesen kleinen Nachteilen stellt, wird über weite Strecken mit grandios-rauhem Hochgebirgskalk, kühnen Linien und grandiosen Tiefblicken ins Klausengebiet belohnt.

Zoom-Ansicht vom Zingelfad auf den steilen Gipfelturm mit den imposanten L7-L13.
Als wir frühmorgens die Klausenstrasse hinauffuhren, schweifte unser Blick natürlich sofort nach rechts auf die Jegerstöck. Der Meteomann hatte am Vortag von Schneefällen bis gegen 2000m hinunter berichtet. Er lag eindeutig richtig, deren Spuren waren klar  vorhanden, zudem waren auch alle Felsen klatschnass. Doch schliesslich ist ja erst Mitte August, und so war ich guten Mutes, dass die noch starke Sonneneinstrahlung den steilen und rauhen Fels rasch abtrocknen würde, was denn auch eintraf. Unsere Tour startete um 8.15 Uhr beim verfallenen Hotel Tell auf dem Urnerboden. Zuvor hatten wir noch mit einiger Mühe mein für dieses Vorhaben nicht optimale Flug-Equipment möglichst komprimiert, so dass es Berg-Rucksack Platz gefunden hatte. Tja, und dann ging es einfach bergauf, erst bescherten uns die durchnässten Wiesen nasse Füsse, dann ging's im Geröll-Geholper die Alpelichäle hinauf. Zum Schluss gilt es dann noch, der wenig ausgeprägten Spur auf dem Zingelfad nach rechts zu folgen. Spannend war natürlich auch die Frage, wie sich denn die aus Erinnerung, Fotos und Karte zusammengereimten Startplätze für den nachmaligen Flug tatsächlich präsentieren würden. Aber da konnten wir beruhigt sein, es taten sich nämlich gleich mehrere Möglichkeiten auf. Das Auffinden des Einstieg war für mich dann eine Formsache, da ich ihn schon bei früheren Besuchen des Gebiets ausgekundschaftet hatte. Er ist mit einer Holzplakette in 5m Höhe markiert und befindet sich gerade ennet des ersten Couloirs, welches sich rechts der Hauptwand am Rot Nossen herunterzieht. Für unseren ziemlich schwer beladenen Aufstieg (850hm) hatten wir gerade 90 Minuten gebraucht. Nachdem wir gevespert und unsere (Flug-)Ausrüstung ziemlich aufwendig vor den möglicherweise zudringlichen Geissen befestigt hatten, stieg ich um 10.15 Uhr ein.

Alles gut vertäut, mit den Geissen ist hier nicht zu spassen!
Hier geht es los, wer genau hinschaut erkennt auch die Holzplakette.
L1, 25m, 5c+: Steiler, griffiger Auftakt an einem Pfeiler, irgendwie in der Morgenkühle gar nicht so einfach. Danach geht's mal rechts um die Ecke, dort ist's zwar einfach, allerdings auch etwas brüchig. Zuletzt kommt man wieder auf den Pfeiler/Grat zurück, dort ist der Stand.

Im oberen Teil von L1 (5c+) ist das Gelände nicht eben kompakt. Passt aber scho...
L2, 45m, 1: Grasiges Verbindungsstück im Gehgelände. Hoch bis zum BH, danach Traverse nach links.

Sicht auf L2 und den Weiterweg am nächsten Aufschwung mit L3 und L4.
L3, 35m, 6a+: Schöne, plattige und bestens abgesicherte Wandkletterei in gutem Fels. Eine Stelle in der Mitte erfordert doch schon etwas Geschick beim Hinstehen und auch etwas Blockierkraft. Der Stand dann gut geschützt linkerhand unter einem Dach.

Schöne Plattenkletterei in L3 (6a+). Hier ist das erste Mal präzises Antreten gefragt.
L4, 40m, 6a: Das Überwinden des erwähnten Dachs an seinem rechten Ende stellt die Crux der Länge dar. Danach folgt noch etwas steile, griffige Wandkletterei, bevor man das nächste Grasband betritt. Es ist gut begehbar, der Stand befindet sich am Fusse des nächsten Aufschwungs.

L5, 43m, 6b+: Nach klausentypischen Klötzlifels sieht dieser steile Aufschwung aus und so kommt es dann auch. Das Gestein ist allerdings viel fester, als es den ersten Anschein macht und ich hatte rein gar keine Probleme mit Griffe/Tritte ausreissen. Die Crux besteht aus einer kurzen, feingriffigen Stelle in der Mitte.

Christoph am Stand vor L5 (6b+). Der Klötzlifels ist hier solide und gut zu klettern, die Länge wirklich ein Genuss.
L6, 20m, 1:  Kurzes Verbindungsstück hinauf zum Sockel des grossen, abschliessenden Turms.

L7, 35m, 6b+: Zuerst einfach auf den Sockel hinauf, dann an der Quelle vorbei, welche aus der Wand entspringt und hinein in die steile Wand. Zuerst will eine knifflige Verschneidung erklettert werden, danach geht's in steiler Wandkletterei weiter. Hier sind die Schwierigkeiten anhaltend und die Sache ist ziemlich ausdauernd, der Fels oben ist einfach perfekt: rauh, griffig und mit Tropflochleisten garniert.

Auf geht's in den Gipfelturm. In L7 (6b+) klettert man erst noch am Sockel, dann eine steile Verschneidung und die Wand daneben.
L8, 28m, 6b: Vom Stand nach links hinaus und dann wie gehabt in steiler Wandkletterei an rauhem, griffigem Fels bei recht anhaltenden Schwierigkeiten weiter. Hier gibt es links und rechts auch die eine oder andere hohl tönende Schuppe, man kann diesen unsicheren Strukturen aber meist problemlos ausweichen.

Tolle Kletterei und viel Freude am Moven in L8 (6b).
L9, 25m, 6b: Zum ersten Haken klettert man einen ziemlichen Bogen untenrum, danach wie zuvor schöne, technisch anspruchsvolle Wandkletterei an rauhem Fels. Es geht hin und her, die richtige Linie will erkannt sein, purer Klettergenuss in atemberaubend luftiger Position!

Christoph folgt in L9 (6b), die Exposition an dieser Stelle ist einfach atemberaubend!
L10, 30m, 6a+: Auf dem Band traversiert man 5m nach links und packt die schöne und einfache Verschneidung an. Auch die Wand danach wartet vorerst mit guten Henkeln auf und ist trivial. Zum Schluss wird die Sache dann aber deutlich griffärmer, in schöner, technischer Wandkletterei meistert man die Crux.

Schönes Lichtspiel in L10 (6a+), hinten grüsst die frisch verschneite Clariden-Nordwand.
L11, 20m, 5c+: Über eine Wandstufe geht es nun ins Turmzimmer hinauf. Der Fels ist erst noch gut, danach ein bisschen klötzlimässig und eher lose. Aber es ist nicht schwer, und daher problemlos. Das Turmzimmer ist dann leider weder schön noch gemütlich, da hatte ich aufgrund vom Namen mehr erwartet!

L12, 25m, 6a+: Das Problem ist eben auch, dass es hier massiv tropft! Schon vom Einstieg hatten wir erkennen können, dass die Zone unter den Abschlussdächern noch feucht bis nass war. Leider scheint hier auch die Sonne nur kurz hin, so dass keine wirkliche Besserung stattgefunden hatte. Also was hilfts? Die Jacke wird angezogen und es geht rein ins Vergnügen. Irgendwie ist's ein bisschen wie beim Eisklettern, auch wenn die Temperaturen ein bisschen höher sind ist's nicht angenehmer. Die Route geht auch wirklich durch den ärgsten Streifen, wo es richtig tropft und auch der Fels ist zu Beginn etwas auf der brüchigen Seite. Die zweite Hälfte dieser Länge ist dann "nur noch feucht", die Crux ist (bei diesen Verhältnissen?!) der Mantle auf das schmale Band, wo sich der Stand befindet.

Wegen diesem Bizzeli Nässe schreibt der so viel? Es war unangenehmer wie es aussieht! Mit der Gore-Tex-Jacke on lead in L12 (6a+).
L13, 30m, 6a+: Auch hier ist die Feuchtigkeit nochmals ein Thema. Die schwersten Meter bis nach dem zweiten Bolt sind komplett schwarz und vom Wasser überronnen. Die Passage mit den beiden Untergriffquerungen an den grossen Dächern ist aber echt originell und wenn man genügend fest presst, auch bei diesen Verhältnissen gut zu klettern. Dann werde ich endlich in einfacheres und trockenes Gelände entlassen, zuletzt geht's noch etwas im Gras hoch zu Stand und Wandbuch. Da holt mich ein richtig vaterländischer Kuhnagel ein, tja, genau wie beim Eisklettern ;-)

Mit eiskalten Händen nochmals zurück an die Sonne! Christoph entsteigt L13 (6a+), der Urnerboden weeeeit unten.
L13 (6a+) führt durch die überhängende Verschneidung mit dem Doppeldach zum abseilenden Kletterer hoch.
L14, 50m, 2: Der Weg zum Gipfel ist weder schwierig noch exponiert und kann sowohl im Auf- wie auch im Abstieg gut seilfrei begangen werden.

So binden wir uns also aus und sind innert Kürze auf dem flachen Karstplateau, welches den Gipfel des Rot Nossen (2502m) markiert. Um 16.15 Uhr schütteln wir uns die Hände und beraten das weitere Vorgehen. Zum Abseilen bin ich irgendwie mässig motiviert, und wenn man direkt zurück ins Tal wollte, dann ist der Fussabstieg via Läckipass zurück ins Alpli ziemlich sicher am schnellsten und auch am bequemsten. Selbst wenn man retour zum Einstieg muss, könnte man zu Fuss noch vergleichbar schnell sein. Wir haben aber keine Schuhe dabei und auch etwas an Ausrüstung in der Route zurückgelassen, also gibt es keine andere Option als abzuseilen. Die Probleme vermute ich darin, dass sich das Seil von den verschiedenen Graskanzeln, auf welchen sich die Stände befinden, unter Umständen nur schwerlich wird abziehen lassen. Und ein paar lose, scharfkantige Steine lungern auch in der Gegend herum und warten nur darauf, den Weg in die Tiefe anzutreten. Mir ist noch bestens in Erinnerung, wie ich bei einer früheren Tour am Gsicht ein noch neuwertiges Seil so zerstört hatte. Meine Befürchtungen sind dann allerdings unbegründet. Die ersten drei steilen Abseiler am Turm gehen zügig vonstatten, und auch weiter unten lässt sich das Seil mit den entsprechenden Massnahmen (Knoten unter die Kante legen) immer abziehen, auch wenn teilweise hoher Kraftaufwand nötig ist. Mit viel Seilpflege und Vorsicht geht schliesslich alles glatt, und wir stehen um 17.15 Uhr zurück beim Einstieg.

Gerade gross Werbung mache ich ja nicht fürs Abseilen über die Tour, schöne Bilder gibt's aber trotzdem!
Hier muss ich nun Christoph auch schon wieder zur Eile antreiben. Meine Lust, die Flugausrüstung geröllholpernd wieder die Alplichäle runterzutragen hält sich sehr in Grenzen. Und weil unsere Starthänge vor etwa 10-15 Minuten das letzte Sonnenlicht gesehen haben und nun wie die gesamte Bergflanke definitiv im Schatten liegen wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis der katabatische Bergwind einsetzt und uns als Rückenwind einen Start verunmöglicht. Schnell raffe ich den Kletterkarsumpel zusammen, und fast im Laufschritt geht's auf dem Zingelfad zwei, drei Minuten nach Osten. Hier, in etwa mittig zwischen Rot Nossen und Zingelfadstock befindet sich der beste Startplatz. Er ist schön grasig und geröllfrei, die Neigung ist optimal, nur zum Abbruch an der Felskante ist's nicht allzu weit. Der Start muss also sitzen, und dementsprechend säuberlich müssen wir trotz der Eile die Schirme vorbereiten. Während sich dies bei meinem schweren Equipment zügig erledigen lässt, braucht Christophs Leichtausrüstung schon deutlich mehr Pflege. Und als wir dann endlich parat sind, kommen prompt die Geissen dahergelatscht, lecken am Schirm und trampen über die Leinen, grrrr! Zum Glück lässt sie Christoph erster Startversuch verschreckt das Weite suchen! Bald darauf ist er dann in der Luft, und ich folge unmittelbar danach. 

Eine schöne und eindrückliche Gegend. Hier der Blick Richtung Osten zu Hausstock und Segnes/Sardona.
An den Jegerstögg, wo der Schatten eingekehrt ist, lässt sich thermisch nichts mehr holen. Also ab auf die andere Talseite, damit habe ich sowieso noch eine Rechnung offen! Bei meinem ersten, längeren Gleitschirm-Streckenflug von Engelberg her hatte ich Vierwaldstättersee und Klausenpass erfolgreich gemeistert, dann aber genau die Querung von den Jegerstöck zum Fisetengrat zu zögerlich und wenig konsequent angegangen, so dass mein Flug prompt in Linthal geendet hatte. Nun konnte ich es besser machen, tatsächlich liess sich am Gegenhang die Höhe halten. So glitt ich noch ein paar Minuten gemütlich über die Tannen und genoss die tollen Ausblicke auf die eben erkletterten Felstürme. Mein Kamerad war indessen bereits im Tal und faltete seinen Schirm, so dass ich ihm eine Weile später folgte. Sanft setzten wir beide auf dem Urnerboden auf. Das war jetzt wirklich ein schöner und natürlich auch bequemer Tourenabschluss gewesen. Wobei man ehrlich sagen muss, dass sich die Sache rein zeitlich bei einer Route am Rot Nossen wohl kaum auszahlt, da muss man schon den Genussfaktor mit einrechnen, damit es sich lohnt! Anders sieht es sicher bei einer Route weiter östlich am Signalstock aus, weil man sich dort die eine Stunde mit horizontaler Kraxelei übers Zingelfad und der mühsamen Querung des Schneetals zumindest beim Rückweg ersparen kann.

Nach der Landung auf dem Urnerboden, beim Start pressierte es leider zu fest, um sich noch dem Fotografieren zu widmen...
Facts

Rot Nossen - Rapunzel 6b+ (6b obl.) - 14 SL, 450m - Frei/Rast 2000 - ****; xxxx
Material: 12 Express, 2x50m-Seile, Keile/Friends nicht nötig und kaum einsetzbar

Imposante, beinahe schon dolomitisch anmutende Felstour, deren Topo hier zu finden ist. Sie führt erst über einige von Grasbändern unterbrochene Aufschwünge, auch dort warten schon einige schöne und lohnende Klettermeter. Das Herzstück der Tour ist dann aber der gut 200m hohe, steile Gipfelturm. Hier führt die Kletterei in atemberaubender Position durch steilen, griffigen und angenehm rauhen Fels. Ein paar wenige Stellen mit minderer Felsqualität gibt es auch, diese sind aber bei entsprechendem Können und Erfahrung problem- und gefahrlos zu meistern. Achtung, die letzten beiden Seillängen unter den grossen Dächern bleiben bei Schneeschmelze oder nach Regenfällen vermutlich länger nass. Die Absicherung mit (fast durchgehend Inox-)BH ist tiptop ausgefallen. Es müssen keine zusätzlichen Sicherungen gelegt werden, und der obligatorische Grad könnte eventuell auch auf nur 6a+ hinunterkorrigiert werden. Auch wenn die Route zum Abseilen eingerichtet ist und dies mit etwas Vorsicht und Erfahrung gut zu meistern ist, so würde ich dennoch empfehlen, den Fussabstieg via Läckipass in Erwägung zu ziehen. Die Wanderung entlang der Krete mit tollen Tiefblicken stufe ich als genussreicher ein wie das Abseilen.

Die Erstbegeher haben sich beim Einrichten grosse Mühe gegeben. Herzlichen Dank für diese tolle Tour!
Kaum zu glauben, dass diese tolle Route nur äusserst selten begangen wird. Das Routenbuch listet nur ein paar Begehungen von persönlichen Bekannten der Erstbegeher am Anfang der Nullerjahre auf. Dann kommt lange nix, bevor es 2011 und 2012 je eine einzige Wiederholung gab. Im 2013 war wieder nix los, und auch heuer notierten wir die erste Begehung. Dabei ist die Kletterei für die relativ niedrigen Anforderungen und die gute Absicherung spannend und imposant wie bei nicht vielen anderen Routen auf diesem Niveau. Aber wahrscheinlich ist die Route den Plaisirkletterern zu schwer und doch zu alpin, den Extremen fehlt das Renommee und der Challenge und für die Klassikerjäger ist die Route zu neu und zu wenig bekannt. Tja was soll's, ein paar zusätzliche Begehungen hätte die Route auf jeden Fall verdient. Ein in mancherlei Hinsicht passende Vergleichstour ist die ebenfalls sehr interessante Forteresse du Vide an der Petite Dent de Morcles.

Donnerstag, 14. August 2014

Lastoni di Formin - Love My Dogs (6c+/7a)

Der Plan für den Tag wäre eigentlich gewesen, eine anforderungsreiche Route von Massimo da Pozzo zu klettern. Dazu sollte es aber schliesslich nicht kommen, denn einerseits war wie immer das Wetter ein Thema. Angekündigt war ein schöner und trockener Tag, doch schon in der ersten Vormittagshälfte stockte wegen der massiven Restfeuchtigkeit die Quellbewölkung rasch auf. Darüber hinaus führten wir auch einige Diskussionen, ob die Anforderungen der eigentlich angedachten Route Zoe (8 SL, 7b) nun genau richtig oder eben doch zu hoch seien. Zusammen mit der Tatsache, dass sich die Zoe in einer kalten Westwand befindet, wo wir mit wenig Hoffnung auf spätere Besonnung hätten klettern müssen, liessen wir es schliesslich bleiben und zogen mit der Love My Dogs den Plan B zu Rate.

Die Gegend am Passo Giau, gesehen von unserem Ausgangspunkt. Links an den Lastoni di Formin in der gut sichtbaren Wand die Routen Spiderman, Zoe, Excusez Moi, Gente di Mare und Super Tegolina. Die Love My Dogs ist auf diesem Bild noch nicht sichtbar, sie befindet sich rechts um die Ecke...
Trotz oder gerade wegen der verschiedenen Kletterführer und Topos waren wir etwas im Zweifel, wie sich denn der beste und schnellste Zustieg vollzieht. Tatsächlich ist dies von Cortina bzw. Pocol kommend etwa 200m vor dem Passo Giau in einer Kehre. Wir gingen jedoch schon etwas weiter unten los und verfolgten ab da direkt den Weg Nr. 436. Das ist auch möglich, jedoch etwas weiter und es sind auch mehr Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen. Über vom Regen gesättigten Grund gelangten wir zur Forcella Giau und ab da die Geröllhänge querend (nicht zu hoch aufsteigen!) zum Einstieg. Total waren wir ziemlich genau 45 Minuten unterwegs. Als wir ankamen, zog sich gerade eine Seilschaft aus Österreich aus der dritten Länge zurück. Wir hatten sie 2 Tage zuvor bereits am Piz Ciavazes getroffen, wo ihnen die Feuchtigkeit einen Rückzieher aus der Roberta 83 beschert hatte. Ich fürchtete schon, dass hier ähnliches der Grund war, doch es waren zu unserem Glück ihre fehlenden Kräfte, die sie abseilen liessen. Somit war die Bahn frei, und um 12.00 Uhr stieg ich ein.

...und zwar an dieser Bastion des Spiz de Mondeval verläuft sie rechts durch den steilsten Wandteil.
L1, 25m, 5b: Einfache und eher unschöne Kletterei in nicht sonderlich kompakten, etwas von Geröll bedecktem Fels. Die Stelle mit dem Doppelbolt ist übrigens kein Stand, sondern der untere und deutlich einfacher erreichbare der beiden steckt im totalen Bruch.

L2, 30m, 6c+: Interessante, leicht überhängende und anhaltende Leistenkletterei in gelbem Fels, der an die Drei Zinnen erinnert. Genauso wie dort kann man sich fragen, ob das wirklich alles fest ist... Naja, vielleicht ist nicht alles bombenfest, aber halten tut es eben doch. Die Absicherung mit BH ist hier fast übertrieben gut ausgefallen, die Crux liegt neben der nötigen Ausdauer und Übersicht in der Rechtsquerung zum Schluss.

In der gelben Leistenwand von L2 (6c+).
L3, 20m, 6c: Kurze und steil-athletische Seillänge an guten Löchern und ein paar Auflegern, mit einem weiten Blockierer in der Mitte. Im ersten Teil fällt mir Bohrstaub auf und siehe da, es wurden hier tatsächlich zwei Griffe gebohrt?! Was soll denn das, 9 Jahre nach der Erstbegehung?!? Dank den Spuren kann ich die Griffe auch problemlos vermeiden, auch ohne diese kommt man mit 6c durch.


Zwei neue, geschlagene Griffe in L3 (6c), welche auch total unnötig sind. Wer macht 9 Jahre nach der Erstbegehung sowas?
L4, 30m, 6a: Eher einfache Seillänge, deren Maximalschwierigkeit nur kurz und etwas gesucht an einem Wändchen im zweiten Drittel anzutreffen ist. Danach steigt man aufs breite Band hoch und trifft dort den Stand an.

Der Weiterweg durch die steile, gelbe Wand, perspektivisch etwas verzerrt, mit L5, L6 und L7.
L5, 30m, 6b: Coole und athletische Kletterei im gelb-orange-roten Fels. Von der Festigkeit her ist dieser ok, mit 6b kommt man allerdings nur durch, wenn man sich an zwei, drei Schuppen bedient, die etwas hohl tönen. Allerdings ist an diesen so viel Chalk sichtbar, dass man sie wohl kaum ausreisst. Für starke Angsthasen, welche lieber die kleinen, festen Leisten benützen eher schwerer wie der angegebene Grad.

Keep Moving am Ende von L5 (6b), die Kletterei meist von der gutgriffig-athletischen Sorte.
L6, 50m, 6a+: Sehr lange, und zu Beginn etwas alpine Seillänge. Während der Rest der Route und insbesondere die schweren Längen beinahe in Kletterhallen-Manier abgesichert sind, muss man hier an der Verschneidung zu Beginn entweder selber einige mittlere bis grosse Friends (Camalot 1-3) legen und noch eine Sanduhr aufspüren, oder es ist ein Runout im Bereich von 15-20m fällig. Natürlich, man kann hier gut mobil sichern, aber ob es im Angesicht der vielen BH und engen Absicherung im Rest der Route nicht auch noch Sinn gemacht hätte, hier zwei weitere zu platzieren?! Wie auch immer, die grosse Verschneidung klettert sich echt lässig und irgendwie auch einfacher wie gedacht. Die Hauptschwierigkeiten kommen erst in den 10m mit leicht überhängender Wandkletterei nach Verschneidungsende.

Das Finish von L6 (6a+) bietet noch steile Wandkletterei, welche für 6a+ ziemlich fordernd ist. Und meine Exen waren längst ausgegangen...
L7, 45m, 6c+/7a: Gleich zu Beginn führt kleingriffige, technische anspruchsvolle Wandkletterei zu einem leicht brüchigen Wulst, wo ein weiter Blockierer an ein unerwartetes Loch die eindeutige Crux darstellt. Danach geht es in etwas einfacherer Kletterei dahin, bis zur Passage unter dem grossen Dach durch, die schauderlich brüchig aussieht. Allerdings hat es dort viele BH und ein paar feste Griffe findet man auch. Zum Schluss noch über den griffigen Wulst hoch zum Stand.

L8 & L9, 50m, 5b: Nun sind es noch zwei einfachere Seillängen in einem breiten Rinnensystem bis zum Ausstieg. Teilweise in Riss- und Wandkletterei, noch einen Wulst überwindend, gelangt man zum Top. Es fielen nun einige harmlose Regentropfen und wir führten die Diskussion, ob die Route wie im Topoguide angepriesen nach L7 für Sportkletterer beendet sei. Der Kompromiss war schliesslich, dass ich noch klettere, Kathrin hingegen nicht. 

Der Blick zum Monte Pelmo und seiner Nordwand. Die Cumuli mal lockerer, mal dichter und bedrohlicher. Auf jeden Fall waren sie nie weit weg. Nach dem extrem regnerischen Dolomitenjahr ist einfach (zu) viel Feuchtigkeit in Boden und Atmosphäre herum.
Somit war auch gesetzt, dass der Weg in die Tiefe durch Abseilen erfolgen würde. Um 15.40 Uhr hatte ich das Top erreicht, und umgehend die Seile gefädelt. Und ich muss sagen, wenn sich niemand sonst in der Route befindet, ist das Abseilen sicher der schnellste und bequemste Weg nach unten. In fünf gestreckten Manövern (Stände 9 - 7 - 6 - 5 - 3) plus Abklettern der letzten 7 Meter im zweiten Grad erreichten wir in nur 20 Minuten mit 2x50m-Seilen maximal effizient wieder den Einstieg. Die Alternativen mit dem Abseilen durch das brüchige Couloir weiter östlich, oder dem landschaftlich schönen Fussabstieg über den Wanderweg noch weiter im Osten brauchen bestimmt einiges mehr an Zeit. Der Schauer war nur von kurzer Dauer gewesen und hatte sich auf einige dicke Tropfen beschränkt. Bei zeitweisem Sonnenschein machten wir uns an den Abstieg über die rutschigen Pfade und traten darauf die Rückfahrt über die Pässe an. Die Love My Dogs war eine nette, unterhaltsame und gut abgesicherte Kletterei gewesen, wo ich ohne je ans Limit zu kommen im perfekten Onsight-Stil durchsteigen konnte. Die angegebenen Bewertungen kann man insgesamt sicher als ortsüblich gutmütig einstufen, es ist einfach kein Vergleich mit dem Massstab, der z.B. an den Wendenstöcken angelegt wird. Die Route liegt auch in einer sehr schönen Gegend, etwas abseits der Strassen und mit schöner Aussicht auf Monte Pelmo und Civetta. Etwas gefehlt hatte mir hingegen Herausforderung und Abenteuer und auch wenn die Kletterei wirklich gut ist, so steht sie doch etwas hinter den absoluten Dolomiten-Perlen zurück.

Facts

Lastoni di Formin - Love My Dogs 7a (6b obl.) - 9 SL, 280m - Dibona/Alexander 2005 - ***; xxxx
Material: 15 Express, 2x50m-Seile, Camalots 1-3 für L6

Schöne Plaisirroute durch die steile Südwand am Spiz de Mondeval über der Forcella Giau. Es warten meist griffiger Dolomit von guter, aber nicht überragender Qualität und athletische Kletterei. Die Absicherung mit zahlreichen BH ist in den schwersten Längen sehr gut ausgefallen (xxxxx), und auch die einfacheren Abschnitte sind bis auf die erste Hälfte von L6 gut ausgerüstet (xxxx). Zu erwähnen ist jedoch, dass in den oberen Längen oft nur 8mm-Dübel stecken, leider insbesondere auch an den Standplätzen. Löblich ist die sonnige Lage (am Einstieg ab etwa 10 Uhr) und das schöne Panorama zur nahen Nordwand des Monte Pelmo und zur Civettagruppe. Ein Fototopo zur Route findet man bei Planetmountain, weil der Einstieg zudem beschriftet ist und viele Bolts stecken, braucht es keine genaueren Informationen für eine Wiederholung der Route.